Dienstag, 12. Januar 2010

vor ca. 1,5 jahren

habe ich versucht eine art tagebuch zu führen. es ist nur bei einer seite geblieben.

"woher kommt es, dass ich so einsam bin? wann hat es angefangen?

wenn ich unter menschen bin, ödet es mich an, wenn ich alleine bin auch. das einzige in das ich mich flüchten kann sind meine bücher und meine zeichnungen. warum spiele ich allen etwas vor?
ich wünschte ich hätte geschwister die mich aufmuntern könnten. freunde habe ich ja keine. warum?
ich bin so einsam, dass ich mich in traumwelten flüchte. ob ich überhaupt so bin wie andere? irgendwie normal? selbst wenn ich treffen mit anderen organisiere - und das war schon öfters - hat nie jemand zeit. ich wurde eigentlich nie wirklich von jemandem eingeladen und jetzt noch seltener. mich versteht einfach niemand. ich habe niemanden, der mich versteht und mit dem ich freu und leid teilen könnte. ich habe vergessen wie es ist eine gute freundin zu sein. eigentlich dachte ich mal, dass ich es weiß. nur irgendwie wurde ich nach 10 jahren eines besseren belehrt. obwohl ich noch 3 jahre später hoffe, dass sie auf einmal vor meiner tür steht und mich um verzeihung bittet oder mir sagt, was überhaupt los war.

mein tag besteht nur noch aus einer einzigen langen öde. ich wünschte ich könnte die sinnlosen tage einfach verschlafen. es macht keinen sinn mehr in der früh überhaupt aufzustehen. warum sieht niemand wie es mir geht? warum sieht mir das niemand an? ich wünschte jemand würde mich retten. ich habe keine kraft mehr mich da alleine raus zu manövrieren.

vielleicht wäre es leichter, wenn ich ein paar tage aus dem trott herauskommen würde. aber ich habe dafür keine kraft mehr. ich weiß nicht, wem ich mich anvertrauen soll. ich bin so einsam! ich wär die letzte die irgendeine unternehmung abblasen oder gar sagen würde, dass sie keinen bock hätte. es muss mich nur jemand fragen weil ich keine lust mehr auf abfuhren habe. ich nicht immer die einzige sein will, die auf andere zugeht. warum sollte ich immer die anderen fragen und mich wie ein ungewolltes anhängsel fühlen? ich will mich nicht mehr schämen für mich. ich will einfach mal wieder akzeptiert werden und so sein wie ich bin. nicht mehr einsam sein."


dieses blatt werde ich morgen mit zur psychologin bringen. mal sehen was sie davon hält. bzw. es müsste ja zumindest wenigstens irgendwas bringen ihr das zu zeigen.

ich würde mich in grund und boden schämen das irgendwelchen bekannten zu zeigen.

2 Kommentare:

  1. sie war froh, dass ich ihr den zettel gezeigt habe.

    und jetzt auf einmal ist noch nicht einmal klar, ob ich überhaupt eine angststörung habe oder ob ich mittlerweile nicht doch einen schutzmechanismus habe.

    meine vermutung: es ist beides. :/

    AntwortenLöschen