Freitag, 30. Dezember 2016

Schicksalsschlag

Tja, so gut es mir auch immer wieder für lange Zeit gehen mag, ich falle doch immer wieder zurück in die Angst.

Im Oktober hat bei mir das Schicksal zugeschlagen. Ganze drei Mal in gerade einmal drei Wochen. Ich rede hier nicht vom positiven Schicksal sondern von der üblen Sorte. Vielleicht habe ich schonmal erzählt dass ich Katzen habe? Ich hatte drei Katzen und alle drei sind innerhalb dieser drei Wochen im Oktober gestorben und zwar aus unterschiedlichen Gründen. Bei der ersten Katze war es noch so ein "Fuck, meine arme Katze", bei der zweiten "Häh?", und bei der dritten wusste ich gar nicht mehr was geschieht.

In der ersten Zeit habe ich natürlich viel geheult, wenig gegessen, mich vor meinem sozialen Umfeld verkrochen was ja für ein paar wenige Wochen auch echt gut getan hat. Ich habe dann wieder angefangen mich mit Freunden zu treffen und ich war auch stolz auf mich, wie ich das alles meistere, habe den Mut nicht verloren und weiter gemacht.

Seit Anfang/Mitte Dezember geht es aber wieder so richtig bergab. Ich fühle mich nicht mehr wohl wenn ich Freunde treffe, fühle mich ausgegrenzt und muss so tun als ob ich Spaß hätte. Klar, meine Freunde wissen dass ich noch nicht wieder "fit" bin aber das ändert nichts daran, dass ich mich selbst so aufgesetzt fühle. Es fühlt sich so an als ob ich wieder auf dem besten Weg wäre zu meiner Angststörung und habe kaum noch Energie um dagegen anzustrampeln, bin schnell erschöpft und kann sowieso schon seit Anfang Oktober nicht mehr richtig schlafen.

Was tue ich derzeit gegen meine Angst:
- gesund essen
- Freunde treffen

- Sport ist leider derzeit nicht so gut, da ich eine Dauererkältung habe. Ich mache daher nur so viel dass ich nicht ständig unter Rückenschmerzen leide.

Dienstag, 9. Februar 2016

2016 lässt grüßen

In den letzten Monaten bin ich dabei mein komplettes Gerümpel zu entsorgen und habe auch mit dem Gedanken gespielt den Blog vom Netz zu nehmen.

Und gerade heute habe ich eine E-Mail erhalten die mir im Grunde bestätigt, dass der Blog eben doch bleiben soll. Ungelogen seit Jahren schaue ich nicht mehr auf diesen Blog und siehe da: es wird tatsächlich noch gelesen. Zwar nur von einem ausgewählten Kreis an interessierten aber immerhin. Dabei ist der Blog weder umfangreich noch top aktuell. Das spricht wohl für das Thema an sich und vor allem wie sehr betroffene unter einer Angststörung leiden.

So, und jetzt zu der Frage von Frithjof wie es mir in der zwischenzeit ergeht:

Insgesamt: Prächtig!
Phasenweise: es geht bergauf und bergab
Tageslaunen: kommt drauf an

Und was sagt das jetzt aus?
Es sind jetzt 5 Jahre seit Ende der Therapie vergangen und 100 % losgelassen hat mich die Angst nie.

Zwischenzeitlich hatte ich eine Arbeitsstelle die mir einfach nicht gut getan hat, wollte es aber nicht einsehen und habe ausgeharrt. Davon kann ich jedem nur dringend abraten! Kündigt wenn ihr es euch leisten könnt und tut euch was gutes! Obwohl es mir längere Zeit gut ging, hat mich die Arbeit so sehr mitgenommen dass ich mir beinahe wieder sonst was angetan hätte. Meine Tage bestanden aus Weinkrämpfen, Schreiattacken und akuten Angstatttacken. Ich habe mich zurückgezogen und alle von mir weggestoßen die mir nur helfen wollten.

Sich jedes Mal wieder aus dem Sumpf zu kämpfen ist anstrengend. Aber zum Glück wird es bei mir von mal zu mal leichter. So blöd es auch klingt: man bekommt Routine darin die Angst zu besiegen. Ich weiß was mir in konkreten Situationen am besten hilft und wende es immer schneller an.
Das zum Thema Phasenweise.

Tja, Tageslaunen kennt jeder aber hier ist bei mir das Problem, dass ich sofort schiss bekomme wenn ich mal 2-3 Tage nicht so gut gelaunt bin, dass der gleiche Mist wieder von vorne anfängt. Hat es zum Glück in dem Ausmaße aber nie getan.


Und dennoch muss ich in Summe sagen, dass es mir absolut fantastisch geht!
Endlich kann ich mein Leben genießen, reise viel mit meinem Freund, mit Freundinnen aber auch mal alleine in der Weltgeschichte herum und versuche allgemein ein spannendes und vor allem gesundes Leben zu leben.

Spannend heißt für mich eigentlich auch nur, dass ich 2-4 mal die Woche was mit Freunden unternehme. Und wenn wir uns nur in der Bar treffen und quatschen oder eine Runde walken gehen ist es auch o.k.. Der gleichberechtigt wichtige Punkt ist für mich das gesunde Leben: wenige Süßigkeiten und Sport. Damit bekomme ich eigentlich jede Laune in den Griff.