Mittwoch, 17. Februar 2010

kaum soziale kontakte - antwort zum kommentar

für den eintrag am 16. januar 2010.

Zitat von Anonym: Du erwartest echt zuviel.Dieses ständige Leiden geht den Leuten, die eben nichts mit psychischen Störungen am Hut haben, meist ziemlich auf den Wecker.Die Seite musst Du auch mal sehen.Nicht alle Welt wird Rücksicht auf Dich nehmen.So, ist es im Leben und manchmal MUSS man sich auch zusammenreißen.

das ist mir durchaus extrem bewusst.
das ist mit ein grund, warum ich zur zeit kaum soziale kontakte habe. weil ich eben angst habe, dass ich den leuten zu viel werde. dass ich eine last bin, zu viel und sowieso zu viel leid ist.

und weil ich angst habe den leuten zu viel zu werden, grenze ich mich bewusst aus, öffne mich eigentlich keinem mehr und dadurch gehts mir noch schlechter.
sogar meinen 2 besten freundinnen erzähle ich so gut wie gar nichts mehr. und das obwohl ich weiß, dass ich immer zu ihnen könnte.

fairerweise muss ich dazu sagen, dass ich keinen bock hätte mit mir selbst befreundet zu sein, diese einstellung kann jetzt entweder bedeuten, dass ich ein extrem niedriges selbstbewusstsein habe oder, dass ich meine situation und meine person selbst sehr gut einschätzen kann.
und weder das eine, noch das andere ist gut. :/

3 Kommentare:

  1. man muss sich nicht immer zusammenreißen. wirklich nicht. der druck, sich zusammenzureißen, fördert gerade die Angst. Befrei dich davon. Und die sozialen Kontakte werden wieder kommen. Leider leben wir in einer Gesellschaft, in der es einem nicht schlecht gehen darf. Und gerade psychische Erkrankungen werden überhaupt nicht verstanden - oder meist verharmlost. Das regt mich so auf. Sagst du: "Ich habe Krebs/Allergie/etc" heißt es: "Oh du arme, kann ich dir helfen". Sagt man: "Ich habe angst vor ..." heißt es "reiß dich zusammen, wo vor denn? Du spinnst". Das Problem ist nicht die Krankheit, sondern das allgemeine Verständnis der Leute. Nur wenige können damit umgehen, da es nicht sichtbar ist. Aber am Ende des Tages wirst du reicher aus der ganzen Sache gehen. Du wirst dich besser kennen, und viel über andere Menschen gelernt haben. Ich wünsch dir alles Liebe!

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  2. liebe antonia, du sprichst genau das problem an.

    krebs/allergie/überhaupt das ganze körperliche wird akzeptiert aber alles was ins seelische geht, da sollten wir am besten alle ein roboter sein.

    aber was soll man da schon großartig machen? die einzigen die es verstehen und akzeptieren sind meistens die, die selber damit zu kämpfen haben.

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  3. Ach, ich kenne das leider auch sehr gut ...

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