ich bin kira, 22 jahre alt und wohne irgendwo in bayern.
die realschule beendete ich im jahr 2005. ich bin noch nie in einer klasse sitzen geblieben. da bin ich schon irgendwie stolz darauf.
meine ausbildung habe ich in 3 jahren geschafft und jetzt bin ich mittlerweile seit 2,5 jahren in ein und dem selben betrieb tätig. und so wie es aussieht, wird das noch ein paar jährchen so bleiben.
einen superlieben freund habe ich seit über einem halben jahr. wir verstehen uns super und lieben uns über alles.
meine beiden kater habe ich seit mitte august 2009.
die wohnung in der ich wohne ist super. das ist eine dachgeschosswohnung die zwar noch nicht 100%ig eingerichtet ist. aber immerhin ist das wohnzimmer, das esszimmer und die küche schon vollkommen ausgestattet.
nun sollte man denken, dass ich eine der glücklichsten personen der welt sein müsste. denn die voraussetzungen wären ja optimal: ich bin unabhängig, habe einen tollen freund, habe haustieren, eltern mit denen ich mich super verstehe, einen sicheren abreitsplatz, freunde die mich unterstützen und schätzen.
tjaaa... pustekuchen. ich habe im grunde seit meiner kindheit ständig irgendwelche körperlichen schmerzen. ich musste von einem tag auf den anderen mit dem leistungssport aufhören und im grunde habe ich seit 7 jahren keinen sport mehr gemacht. ich schotte mich seit jahren von der außenwelt ab.
seit ca. einem jahr hat sich meine angstörung wohl entwickelt. ich habe angefangen, in den unmöglichsten situationen anzufangen hemmungslos zu weinen. ich hatte und habe noch keine kontrolle in diesen situationen.
die letzten situationen waren z.b. folgende: mir ist schwindelig gewesen, ich war auf einem volksfest, ein krankenwagen ist an mir vorbeigefahren mit blaulicht und sirene und vor 2 tagen war es in einer disko.
im grunde müsste ich ja mittlerweile wissen, wie ich mich kurz vor so einer angstattacke verhalte, allerdings denke ich dann immer "ich hab alles unter kontrolle. dieses mal passiert mir das nicht". naja was soll ich dazu sagen: nein, ich habe gar nichts unter kontrolle.
seit anfang november diesen jahres bin ich nun in therapie. es ging einfach nicht mehr ohne. ich war nur noch am heulen, war verzweifelt und war mir im grunde nicht mehr sicher, ob es sich überhaupt noch lohnt zu leben. bis jetzt habe ich allerdings nur ewig viele fragebögen von der psychologin erhalten. ich soll jetzt meine sozialnetz wieder aufbauen und mit den schmerzen die ich habe spielen.
ich bin gespannt, wann ich es nun endlich mal schaffe mit meinen schmerzen zu spielen. sobald ich versuche den schmerz zu packen und zu verändern entwischt er mir wieder.
das mit dem sozialnetz aufbauen habe ich nun schon erfolgreich wieder angepackt. gestern habe ich mich mit meiner ehemals besten freundin auf einen kaffee getroffen. es hat einfach nur spaß gemacht. - abends gings mir dann aber trotzdem beschissen.
äh.. joah, irgendwie hab ich jetzt doch mehr geschrieben als ich vorhatte. :D
Sonntag, 20. Dezember 2009
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